orthomolekular medizin

Die orthomolekulare Medizin ist eine alternativmedizinische Methode, die sich mit der Optimierung der Konzentration von Mikronährstoffen im Körper befasst. Ziel ist es, die Gesundheit zu optimieren, Krankheiten vorzubeugen, Heilungsprozesse zu unterstützen und Erkrankungen zu behandeln.

Dabei werden vor allem Substanzen verwendet, die natürlicherweise im Körper vorkommen und für die Gesundheit als notwendig gelten.

Zu diesen zählen unter anderem:

  • Wasserlösliche Vitamine (z. B. Vitamin C und B-Vitamine)

  • Fettlösliche Vitamine (A, D, E, K)

  • Antioxidantien

  • Sekundäre Pflanzenstoffe

  • Mineralstoffe und Spurenelemente

  • Essenzielle Fettsäuren

  • Aminosäuren und Enzyme

Durch die gezielte Zufuhr dieser Stoffe soll ein optimales Gleichgewicht im Körper hergestellt und die Funktion des Stoffwechsels unterstützt werden.

Begründet wurde diese Methode vom Biochemiker und zweifachen Nobelpreisträger Linus Pauling. Er ging davon aus, dass viele Krankheiten auf eine gestörte Nährstoffversorgung zurückzuführen sind und dass eine gezielte Zufuhr der „richtigen Moleküle“ die Gesundheit fördern.

 

Mikronährstoffmangel

Heute ist die Versorgung mit Mikronährstoffen bei vielen Menschen nicht mehr ausreichend und die Aufnahme vieler Vitamine, Vitaminoide, Mineralstoffe sowie Spurenelemente und Omega- 3-Fettsäuren liegt häufig unterhalb der gesundheitswichtigen Optimalmengen. Zahlreiche Faktoren führen dazu, dass immer weniger Nährstoffe aufgenommen werden, aber unser Verbrauch deutlich gestiegen ist.

 

Verminderte Nährstoffaufnahme durch:

  • schlechtere Lebensmittelqualität:
    • Industrielle Nahrungsmittelproduktion: Kunstdünger, Pflanzenschutzmittel, Massentierhaltung, Monokulturen
    • Skimpflation: Hersteller ersetzen hochwertige Inhaltsstoffe durch billigere Füllstoffe, Wasser oder Aromen
    • Nährstoffarme Böden: Der Fokus auf hohen Erträgen
    • Zucht auf Ertrag statt Qualität 
  • Mikronährstoffeinbußen
    • lange Transportwege und Lagerung v.a. bei nicht regionalen Lebensmittel
    • küchentechnische Verarbeitung (aufbewahren, braten, grillen, frittieren, stark erhitzen)
  • ungesunde Ernährung:
    • viel Zucker, viel Weißmehl, Transfette
    • stark verarbeitete Lebensmittel
    • einseitige, unregelmäßige Ernährung
  • schlechtere Aufnahme bei Magen-/Darmerkrankungen

Mehrverbrauch an Nährstoffen durch:

  • Medikamenteneinnahme 
  • Persönliche Belastungen v.a. Stress
  • Genussmittel
  • erhöhte Umweltbelastung: Umweltgifte wie Schwermetalle, elektromagnetische Strahlung, Pestizide, Mikroplastik
  • chronische Erkrankungen | Entzündungen
  • höheres Alter

 

Einsatzgebiete

Eine unzureichende Zufuhr von Mikronährstoffen kann im Körper zu gestörten Stoffwechselprozessen und zu einer Zunahme freier Radikale führen.
Freie Radikale sind hochreaktive, aggressive Sauerstoffmoleküle oder organische Verbindungen, die Sauerstoff enthalten. Sie können Zellmembranen, Zellbestandteile und Erbgut schädigen und dadurch oxidativen Stress sowie zahlreiche Folgeerkrankungen begünstigen.

Die orthomolekulare Medizin wird eingesetzt, um Mangelzustände auszugleichen und die Stoffwechselfunktionen zu stabilisieren. Besonders hilfreich kann sie sein:

  • bei nachgewiesenem Nährstoffmangel

  • bei Störungen des Verdauungstrakts

  • bei Darmerkrankungen, die mit einer gestörten Aufnahme, Verdauung oder Verwertung von Nährstoffen einhergehen

  • sowie zur Unterstützung des Immunsystems und zur Reduktion oxidativen Stresses

Durch die gezielte Gabe von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und anderen Mikronährstoffen soll der Körper in die Lage versetzt werden, biochemische Ungleichgewichte auszugleichen und die Gesundheit langfristig zu fördern.

 

Praxis für Gesundheit & Ästhetik

Natalie Bartl

Schloßhalde 23

73312 Geislingen

Tel.: 07331 7151 345

[email protected]

 

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